auto — 9. September 2014 at 11:37

Die 10 ultimativen Fakten der Formel 1

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Felipe Massa machte gerade den 3. Platz im „Autodromo Nazionale di Monza“ am vergangenen Sonntag.
Photo: Glenn Dunbar

1. Monaco ist die Ausnahme von der Regel
Normalerweise startet das Rennwochenende immer freitags mit den freien Trainings, am Samstag ist das Qualifying und Sonntag das Rennen. In Monaco geht es jedoch schon Donnerstag los. Grund: Das Rennen fand früher traditionell am Himmelfahrtswochenende statt. So konnten die Trainingseinheiten schon am arbeitsfreien Donnerstag absolviert werden. Der Freitag war dann frei. Das ist bis heute so geblieben, auch wenn das Rennen an einem anderen Wochenende stattfindet.

2. Auch Rennfahrer kämpfen mit ihrem Gewicht
Ja, Formel 1TM Piloten haben ein Gewichtsproblem: Für Wagen inklusive Fahrer gilt nämlich ein Mindestgewicht von 691 kg. Warum „mindest“ trotzdem einen Haken hat? Wer mehr als 691 Kilo auf die Waage bringt, hat erhebliche Nachteile gegenüber den Konkurrenten. Kleine Fahrer können ihr Auto mit zusätzlichem Ballast beladen, um die 691 kg zu erreichen.

3. Bei der Formel 1TM laufen nicht nur die Motoren heiß
So ein Rennwochenende bedeutet Lampenfieber für die Fahrer, die Fans sind Feuer und Flamme und die Grid Girls bringen in ihren sexy Outfits die Stimmung erst richtig zum kochen. Aber auch in Sachen Temperatur wird es bei der Formel 1TM jedes Mal richtig heiß: Die Reifen erhitzen sich bei einem Grand Prix auf 100 Grad und im Cockpit herrschen Temperaturen von bis zu 50 Grad. Da kommen die Fahrer richtig ins Schwitzen und verlieren im Schnitt zwei Kilo Flüssigkeit pro Rennen.

4. Im Motorsport ist man abergläubig
Mit der Unglückszahl 13 versuchten sich in der Formel 1TM bisher nur zwei Fahrer: Moisés Solana 1963, der zwei Rennen aufgrund technischer Defekte beenden musste und Divina Galica, die beim britischen Grand Prix 1976 nicht qualifiziert wurde. Seitdem trug kein Wagen die 13. Dafür gab es aber mehrfach die Startnummer 0. Denn für gewöhnlich erhält der Weltmeister in der kommenden Saison die Startnummer 1, sein Stallgefährte die 2. Wird der Weltmeister aber ersetzt, wie Nigel Mansell bei Williams Ende 1992 durch Alain Prost, gibt es keinen Champion mehr und das Team erhält die Startnummern 0 und 2. Die höchste verwendete Startnummer ist übrigens die 208 – damit startete Italienerin Lella Lombardi 1974 in England, weil ihr Sponsor Radio Luxemburg auf 208 mHz sendete. Seit der Saison 2014 die Fahrer eine frei verfügbare Startnummer im Bereich von 2 bis 99 auswählen, die sie während ihrer gesamten Formel-1-Karriere behalten. Die Startnummer 1 trägt weiterhin der jeweils amtierende Weltmeister.

5. Wer zuschaut, bekommt etwas auf die Ohren
Bei der Formel 1TM ist es vor allem eins: Laut. Kein Wunder, die Hochgeschwindigkeits- motoren der Wagen sind aus Gewichtsgründen kaum schallisoliert. So lärmt es an der Rennstrecke mit bis zu 130 Dezibel. Daher sind Ohrstöpsel bei Fahrern und Zuschauern absolute Pflicht, um Hörschäden zu vermeiden. Seit dieser Saison gibt es weniger laute 1,6- Liter-Turbo-Motoren.  _N7T1077

6. Der Größte für den Besten
Kaum zu glauben, aber in der Formel 1TM sind sogar die Größe und das Gewicht der Siegerpokale vorgeschrieben. Der Pokal für den Sieger muss mindestens 50, maximal 65 cm hoch sein. Sein Gewicht darf 5 kg nicht überschreiten. Die Pokale für den Zweiten und Dritten müssen zwischen 35 und 45 cm hoch sein. Zwei weitere wichtige Faktoren, die sie erfüllen müssen: Sie sollten sich in den Händen halten lassen und müssen gut transportabel sein – ohne das Risiko einer Beschädigung.

7. Aller guten Dinge sind 22
An einem Formel 1TM Rennen sind im Hintergrund nicht nur unzählige Menschen beteiligt, es wird auch mit höchster Präzision gearbeitet. So werden bei einem Boxenstopp im Schnitt 22 Servicetechniker eingesetzt, um zum Beispiel binnen weniger Sekunden die Reifen der Rennautos zu wechseln. Aber nicht nur das: Für sauberes Arbeiten ist auch ein Höchstmaß an Hygiene gefragt. So wird allein die Box an die 22 Mal pro Tag ausgefegt.

8. Eine runde Sache
Die Renndistanz bei einem Formel 1TM Rennen beträgt um die 305 km. Da jede Strecke unterschiedlich lang ist, wird die Rundenzahl so gewählt, dass sie die Renndistanz von 305 km so gering wie möglich überschreitet. Sind nach zwei Stunden Renndauer noch nicht alle vorgeschriebenen Runden absolviert, wird das Rennen vorzeitig beendet.

9. Alter spielt keine Rolle
Zu jung? Zu alt? Das gibt es bei der Formel 1TM nicht. Hier ist einzig das Können der Piloten gefragt. Der jüngste Fahrer, der je in die Punkteränge fuhr, war der 19-jährige Daniil Kwjat, 2014 beim Großen Preis von Australien. Mit nur 21 Jahren wurde Sebastian Vettel 2008 der jüngste Grand Prix Sieger, mit 23 in 2010 sogar jüngster Weltmeister. Und auch nach oben hin ist alles offen: Der älteste Grand Prix Sieger war der 53-jährige Luigi Fagioli beim Großen Preis von Frankreich 1951, der älteste Weltmeister Juan Manuel Fangio (1957) mit 46.

10. Geschwindigkeiten zum Abheben
Kaum zu glauben: Die höchste jemals gefahrene Geschwindigkeit bei einem Formel 1TM- Rennen war 369,0 km/h – und zwar von Antonio Pizzonia 2004 in Monza. Zum Vergleich: Gewöhnliche Verkehrsflugzeuge heben zwischen 250 und 345km/h ab. Die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit in einer Runde 260,395 km/h schaffte Michael Schumacher 2003 in Monza, die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit in einem Grand Prix 247,586 km/h konnte Rubens Barrichello 2004 in Monza erreichen. Auf einigen Strecken, wie in Monaco, sieht das Tempo aufgrund der vielen Kurven aber ganz anders aus. Dort werden lediglich Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen 150 und 160 km/h erreicht.

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