gourmet — 26. April 2013 at 13:10

Wechsel am Herd: Geisels Werneckhof setzt mit neuem Küchenchef Tohru Nakamura auf puristische Kreationen

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Das neue Team von Geisels Werneckhof um Küchenchef Tohru Nakamura und Restaurantleiter Ireneo Tucci.
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Stör, ziseliert und gedämpft, mit Estragonspinat und Nussbutter.

Moderne Kochkunst auf höchstem Niveau: Seit dem April 2013 präsentiert sich Geisels Werneckhof, eine kulinarische Institution im Münchner Stadtteil Schwabing, mit einem frischen Konzept. Initiiert wurde dieses von dem neuen Küchenchef Tohru Nakamura, einem ehemaligen Schüler von Sternekoch Martin Fauster im Hotel Königshof. Gemeinsam mit dem erfahrenen Restaurantleiter Ireneo Tucci und einem ambitionierten Team setzt er auf eine gehobene, saisonale Küche mit internationalen – insbesondere japanischen – Einflüssen.

Dem gebürtigen Münchner Tohru Nakamura, Sohn eines japanischen Vaters und einer deutschen Mutter, wurde der Kulturmix von Ost und West sozusagen in die Wiege gelegt. Nach seiner Kochausbildung im Hotel Königshof, das ebenfalls der Familie Geisel gehört, sammelte er wertvolle Erfahrungen in renommierten Gourmetrestaurants im In- und Ausland: Fünf Jahre lang war der heute 29-Jährige unter anderem bei Joachim Wissler im Restaurant Vendôme in Bergisch-Gladbach (19,5 Gault Millau Punkte, drei Michelin Sterne), bei Sergio Herman im niederländischen Restaurant Oud Sluis (20 Gault Millau Punkte und drei Michelin Sterne) sowie in mehreren Betrieben in Tokio tätig. Mit zahlreichen Auszeichnungen – darunter der Internationale Eckart Witzigmann Preis 2011 – gilt Tohru Nakamura als einer der besten Nachwuchsköche Deutschlands.

Das moderne Speisenkonzept beruht auf zwei zentralen Bestandteilen: Unter dem Motto „Soli – kompromisslos, puristisch, diszipliniert“ stehen die erstklassigen Basisprodukte vorwiegend lokaler Lieferanten im Vordergrund, die so naturbelassen wie möglich zubereitet werden und einen reinen, unverfälschten Genuss bieten. Der Gast wählt à la carte aus Gerichten, wie Stör, ziseliert und gedämpft, mit Estragonspinat und Nussbutter oder Bresse Taube, in zwei Gängen serviert, mit Spargel, gelbem Löwenzahn und Bohnencassoulet sowie Amadei Schokolade mit Haselnuss und Bergamotte.

Ergänzt wird das à la carte-Spektrum durch das in vier oder fünf Gängen zum Preis von 79 bzw. 89 Euro angebotene Menü unter dem Motto „Gaudi – facettenreich, jung, Gaumenspaß“. Verspielt, aber nicht versponnen kommen vielfältige Geschmacksbilder und Texturen zum Einsatz. Serviert werden innovative Gerichte, wie Wilde Dorade royale, angegrillt, mit Hijiki-Apfelsalat, Gurke und Sepia-Spaghetti oder Müritz Lamm mit Erdnuss, Chinakohl und Jus von Tamarinde und Koriander sowie Kirschblüten, eingelegt, mit knusprigem Sesam-Eis und Zitrusmerengue.

Eine Zusammenführung der beiden Linien findet unter dem Motto „Omni – die große Entdeckungsreise“ statt: Bei der achtgängigen Menüfolge zum Preis von 129 Euro wird das Gaudi-Menü um einzelne Soli-Komponenten ergänzt und präsentiert dem Gast die ganze Palette kulinarischen Könnens. Für die perfekte Abrundung des köstlichen Erlebnisses sorgt eine hervorragend sortierte Weinkarte mit 600 Positionen, die ebenfalls nach Soli und Gaudi gegliedert ist und deren Schwerpunkt auf den klassischen Anbauregionen Europas liegt. Auf der Karte befinden sich auch Erzeugnisse aus dem eigenen Weinbau der Familie Geisel im tauberfränkischen Markelsheim – darunter die Sorten Riesling, Silvaner und Schwarzriesling.

Verantwortlich für die Weinauswahl und den Service ist der aus den Abruzzen stammende Ireneo Tucci, der seit der Eröffnung von Geisels Werneckhof im Jahr 2011 als Betriebsleiter fungiert. Er ist seit 1984 fast durchgehend in der Münchner Gastronomie tätig und der Familie Geisel sehr verbunden: Nach seinem Einstieg im Hotel Königshof eröffnete er 1990 Geisel’s Vinothek, die er zehn Jahre lang leitete. Von 2000 bis 2011 verantwortete er als Director of Food & Beverage den gesamten kulinarischen Bereich der Geisel Privathotels. Über diese fast 30-jährige Laufbahn machte sich Ireneo Tucci bei seinen zahlreichen Stammgästen, auch weit über die Grenzen von München hinaus, einen Namen als leidenschaftlicher Gastgeber und außerordentlicher Weinkenner.

Insgesamt 13 Mitarbeiter kümmern sich in Küche und Service um das Wohl der Gäste. Darunter auch der schwäbische SousChef Manuel Hagel und die kanadische Chef Patissier  Anngret Henninger, die dem jungen Küchenchef von seiner letzten Station in den Niederlanden nach München folgte. Das im Jugendstil-Ambiente gehaltene Restaurant bietet bis zu 50 Personen Platz. Ein Séparée im hinteren Bereich eignet sich für Veranstaltungen mit bis zu 20 Personen.

Geisels Werneckhof befindet sich in der Werneckstraße 11 in 80802 München und ist montags bis samstags von 18.30 bis 22 Uhr geöffnet. Dienstags bis freitags zwischen
12 und 14 Uhr und am Samstag zwischen 13 und 15 Uhr öffnet  das Restaurant auch zum Lunch. Reservierungen werden unter der Telefonnummer +49 (0)89 – 388 795 68 und per Mail an info@geisels-werneckhof.de entgegen genommen.

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Innenansicht von Geisels Werneckhof.

Weitere Informationen sind unter www.geisels-werneckhof.de zu finden.

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