lifestyle — 3. April 2014 at 13:40

Eine Rolex ist nicht genug!

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Rolex GMT Master, 1996. Foto: Chronometrie Pietzner
Rolex GMT Master, 1996. Foto: Chronometrie Pietzner

Parallel zum Boom der historischen Autos und Rennsportmodelle entwickelte sich die Begeisterung für Herrenarmbanduhren. Gefragt sind sportliche Modelle in Anlehnung an den Motorsport, wie die Entwicklung der Marke TagHeuer zeigt, deren Name untrennbar mit der Formel 1 verbunden ist. Das bekannteste Modell allerdings dürfte die Monaco sein, die Steve Mc Queen seinerzeit trug. Auch Chopard hat sich in diesem Segment etabliert und fertigt nicht nur Modelle für die Mille Miglia Teilnehmer, sondern ist auch einer der Sponsoren. Klar, dass in diesem Zusammenhang der Name Daytona fallen muss. Obwohl die Rennstrecke eigentlich für Europäer keine wirkliche historische Grösse darstellt, ist dieses Modell der Marke Rolex gefragter denn je. Zunächst nur als aktuelles Modell mit üppigen Aufpreisen erhältlich, folgte der Run auf historische Daytona Modelle, die inzwischen, je nach Herstellungsjahr, Zustand und Vorbesitz in sechstelligen Regionen gehandelt werden. Wir sprechen hier in der Regel von Stahlmodellen, die Versionen in  Gold sind trotz des deutlich höheren Materialpreises günstiger. Auch heute noch gilt vor Allem eine Rolex als verlässliche Währung und aufgrund der grossen Nachfrage sind deren Preise auch oder gerade im Zweitmarkt für gebrauchte Uhren stabil bis steigend, sagt Alexander Pietzner von Chronometrie Pietzner aus München (www.chronometrie-pietzner.de) Es ist keine Seltenheit, dass für eine gepflegte GMT nach 20 Jahren noch gebraucht mehr als das Doppelte des der damaligen Neupreises fällig wird.

Das vorhanden sein der originalen Box mit Papieren ist immer ein preisrelevant, so Pietzner weiter,  wichtig auch, daß stets die regulären und vorgeschriebenenen Serviceintervalle eingehalten wurden. Gerade hierbei wird hin und wieder gespart, die Kosten für einen Service beginnen für einfache Modelle bei 500 Euro und gehen bei komplizierten Werken auch gerne deutlich darüber.

Trotz alledem ist der Kauf oder Verkauf einer Vintage Uhr Vertrauenssache. Es gibt viele Modelle in noch mehr Ausstattungen und Varianten und nicht alles was glänzt und teuer aussieht, muss es auch sein! Uhren mit kratzempfindlichen Pastikgläsern sind zum Beispiel in der Regel immer deutlich teuerer als spätere Modelle mit kratzfesten Kristallgläsern. das ist auf den ersten Blick nicht gerade logisch. Deshalb ist eine gute Beratung durch den Fachmann unerlässlich.

Ein grosse Auswahl bieten auch internationale Auktionen. Howard Cheung ist zuständig für Vintage und moderne Armbanduhren bei Fellows in Birmingham (www.fellows.co.uk), einem der ältesten Auktionshäuser der Insel. Er liebt die Vielfalt der Angebote, die Wertbeständigkeit und auch die Geschichte, die sich hinter jedem Stück verbirgt, obwohl sich natürlich,gerade bei Auktionen, Käufer und Verkäufer nie direkt begegnen. Sein aktuelles Angebot umfasst zum Beispiel eine Audemar Piguet Royal Oak. Ein Klassiker, dessen Design sich in den letzten Jahrzehnten nicht veränderte und eine Marke, die ebenfalls eine unglaubliche Wertstabilität besitzt. Oft werden solche Uhren innerhalb der Familie weitergegeben. Aber es gibt auch Sammler, die so den Börsen- und Wirtschaftsturbulenzen trotzen. Eine Wertanlage mit Stil also, oder ein Lebensstil der seinen Wert behält.

 

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